Zum Hauptinhalt
tanger.info

Kasbah von Tanger

Das befestigte Viertel mit dem Kasbah-Museum

Die Kasbah ist die Festung über der Medina von Tanger, ihr Platz steht seit 1947 unter Schutz. Im einstigen Palast, dem Dar al-Makhzen, ist das Kasbah-Museum der Mittelmeerkulturen untergebracht, und wenige Meter weiter ist aus dem alten Gefängnis der Kasbah ein Raum für zeitgenössische Kunst geworden.

Innenhof des Kasbah-Museums in Tanger mit Hufeisenbögen, Zellige und Brunnen
Auf dieser Seite

Das befestigte Viertel

Die Kasbah ist die Festung, die über der Medina von Tanger thront. Ihr Platz, die Place de la Kasbah, und die Umgebung stehen seit 1947 unter Schutz. In der Südmauer der Kasbah liegen zwei Tore, Bab Haha und Bab L'Assa.

Über Jahrhunderte war die Kasbah der Sitz der Macht. Wo heute das Museum steht, residierten zwischen 1471 und 1661 die portugiesischen Gouverneure im Domos Praefecti, und von 1662 bis 1684 lebten die englischen Gouverneure in einer größeren Burg, dem Upper Castle. Der nach 1684 errichtete Palast ist seitdem Sitz der Macht und Symbol der örtlichen Herrschaft.

Das Kasbah-Museum

Das Kasbah-Museum der Mittelmeerkulturen nimmt den Ostteil der Kasbah ein, im einstigen Palast, der als Dar al-Makhzen oder Sultanspalast bekannt ist. Erbaut hat ihn Ahmed Ben Ali, Sohn des Caïd Ali Ben Abdellah El Hamani Errifi, der 1684 die Engländer aus Tanger vertrieb. Eine Gründungsinschrift in den Zellige-Fliesen der Qobbat Dar el Boukhari nennt das Jahr 1151 der Hidschra, also 1737-1738. Unter den Sultanen Moulay Slimane und Moulay Hassan I. wurde das Gebäude mehrfach umgebaut.

Der Palast folgt dem Vorbild einer marokkanischen Herrschaftsresidenz, mit offenem Innenhof, großem Garten und einer klaren Trennung zwischen privaten und öffentlichen Räumen. Die Ausstattung ist marokkanisch, mit Zellige, geschnitztem Stuck und Kuppeln aus bemaltem oder geschnitztem Holz, während die geschwungenen Säulen und die Kompositkapitelle aus weißem Marmor im großen Patio europäisch sind.

Die archäologischen und ethnografischen Sammlungen sind in drei Bereichen zu sehen, die dem Grundriss des Palastes folgen. Ein chronologischer Rundgang mit thematischen Stationen zeichnet die Geschichte Tangers und seine Verbindungen zur Mittelmeerwelt nach.

Der Espace d'art contemporain

Wenige Meter vom Museum entfernt beherbergt das einstige Gefängnis der Kasbah heute den Espace d'art contemporain. Das Gefängnis entstand im 17. Jahrhundert als Teil des Dar El Mekhzen, des administrativen und politischen Zentrums des alten Tanger, und war bis in die 1970er-Jahre in Betrieb. Heute zeigt es Wechselausstellungen und ein Kulturprogramm, das sich meist um den Norden Marokkos dreht.

Besuch in der Kasbah

Beide Museen sind von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet und dienstags geschlossen. Ermäßigte Tickets gibt es für Besucher von 12-18 Jahren und für Kinder unter 12 Jahren; die Preise stehen unten unter Besuch im Kasbah-Museum. Weil die Kasbah über der Medina liegt, lässt sich der Besuch gut mit den Gassen der Altstadt, der Amerikanischen Gesandtschaft und Dar Niaba verbinden, die alle auf der Seite Medina beschrieben sind. Weitere Sehenswürdigkeiten in Tanger findest du auf der Seite Sehenswürdigkeiten.

Häufige Fragen

Ist das Kasbah-Museum dienstags geöffnet? +
Nein. Das Kasbah-Museum und der Espace d'art contemporain sind dienstags beide geschlossen. An allen anderen Tagen sind sie von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Gibt es ermäßigte Tickets? +
Ja. Besucher von 12-18 Jahren und Kinder unter 12 Jahren zahlen weniger als Erwachsene, im Museum ebenso wie im Espace d'art contemporain. Die Preise stehen unter Besuch im Kasbah-Museum.
Was ist der Espace d'art contemporain? +
Ein Raum für Wechselausstellungen im einstigen Gefängnis der Kasbah, das im 17. Jahrhundert gebaut wurde und bis in die 1970er-Jahre in Betrieb war. Er liegt wenige Meter vom Kasbah-Museum entfernt und hat dieselben Öffnungszeiten.
Wie alt ist der Palast der Kasbah? +
Eine Gründungsinschrift datiert ihn auf 1737-1738. Ahmed Ben Ali ließ ihn an einem Ort bauen, an dem bis 1684 erst portugiesische und dann englische Gouverneure residiert hatten.