Medina von Tanger
Ummauerte Altstadt mit Toren, Plätzen und Museen
Die Medina von Tanger ist die Altstadt innerhalb der Stadtmauern und steht zusammen mit ihren Toren und der Großen Moschee seit 1940 unter Schutz. In ihren Gassen liegen die Amerikanische Gesandtschaft, das einzige National Historic Landmark in Marokko, und Dar Niaba, ein Museum für Diplomatiegeschichte und reisende Künstler.
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Eine ummauerte Altstadt
Die Medina von Tanger ist die Altstadt innerhalb der Stadtmauern. 1940 wurden ihre Mauern und Befestigungen unter Schutz gestellt, zusammen mit der Großen Moschee, der Issawa-Moschee, dem Brunnen in der Rue Siaghine und mehreren Toren, darunter die Porte de la Marine, die Porte de Dar Niaba und die Porte de Dar Baroud. Dasselbe Gesetz umfasste auch den als „York Castle“ bekannten Palast und die Türme in der Rue Sania und der Rue Amsrouk.
Über den Gassen erhebt sich die Kasbah, die Festung, die über der Medina thront, mit dem Kasbah-Museum in ihrem einstigen Palast. Zwei Gebäude in der Medina, Dar Niaba und die Amerikanische Gesandtschaft, wurden 2016 unter Denkmalschutz gestellt.
Plätze und Gebäude
Der Petit Socco, auch Souk Dakhel genannt, zeigt, wie europäisch die Stadt einst wurde: Mit seinen Banken und Cafés war er ein Geschäfts- und Handelszentrum von internationalem Rang.
Die Amerikanische Gesandtschaft (Tangier American Legation) steht in der Rue d'Amérique 8. Seit 1981 ist sie im US National Register of Historic Places verzeichnet und seit 1982 National Historic Landmark, das einzige in Marokko. Heute ist das Gebäude ein Museum, und Führungen kannst du mit der Gesandtschaft vereinbaren.
Dar Niaba in der Rue Siaghine 41, gegenüber der Assayag-Synagoge, schenkte Sultan Moulay Slimane 1816 Frankreich als Sitz des französischen Konsulats. 1851 wurde es Sitz der Dar Niaba Essaida, des Amts des Vertreters des Sultans, das für die auswärtigen Angelegenheiten eingerichtet wurde. 2020 wurde das Gebäude als Museum für Diplomatiegeschichte restauriert, und seit 2022 betreibt es die Fondation Nationale des Musées. Die Dauerausstellung hat zwei Teile: einen zur Diplomatiegeschichte Tangers, den anderen zu Künstlern, die durch Marokko reisten, darunter Eugène Delacroix. Die Sammlung geht auf eine Schenkung von rund 350 Werken und Objekten zurück.
Das Mendoubia-Gebäude an der Place du 9 Avril steht seit 2016 unter Denkmalschutz, und die Gärten der Mendoubia gehören zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. In St Andrew's, der anglikanischen Kirche in der Rue d'Angleterre 50, findet jeden Sonntag um 11:00 Uhr ein Abendmahlsgottesdienst statt, zu dem alle willkommen sind.
Durch die Gassen
In den Medina-Vierteln sprechen falsche Guides Besucher oft an. Willst du einen Guide, achte darauf, dass er einen offiziellen Ausweis und eine Genehmigung der örtlichen Behörde hat. Kleinkriminalität wie Taschen- und Handtaschendiebstahl ist in touristischen Gegenden verbreitet, besonders in den Medinas. Meide deshalb nach Einbruch der Dunkelheit ruhige Gassen und trag keine größeren Geldbeträge oder Wertsachen bei dir. Mehr dazu auf der Seite Sicherheit.
Möchtest du innerhalb der Mauern übernachten, findest du auf der Seite Unterkünfte die Medina als Standort.
Öffnungszeiten und Reisezeit
Dar Niaba ist von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet und dienstags geschlossen, wie die beiden Museen in der Kasbah. Die Amerikanische Gesandtschaft öffnet Montag bis Freitag von 10:00 bis 17:00 Uhr und samstags und sonntags von 10:00 bis 15:00 Uhr, am Wochenende ist die Besuchszeit also kürzer. Sonntags feiert St Andrew's um 11:00 Uhr seinen Gottesdienst.
Das Klima im Jahresverlauf findest du unter Wetter in Tanger. Die übrigen Sehenswürdigkeiten der Stadt stehen auf der Seite Sehenswürdigkeiten.